Aufgabenbeispiele von Wiederholung aus 9/10

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Binomialvert. mit variablem n (mind)

Beispiel:

In einer Urne ist der Anteil der grünen Kugeln 60%. Wie oft muss mindestens gezogen werden ( - natürlich mit Zurücklegen - ), so dass mit mind. 70% Wahrscheinlichkeit 21 oder mehr grüne Kugeln gezogen werden?

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nP(X≤k)
......
350.4272
360.3507
370.2819
......

Die Zufallsgröße X gibt Anzahl der gezogenen grünen Kugeln an und ist im Idealfall binomialverteilt mit p = 0.6 und variablem n.

Es muss gelten: P0.6n (X21) ≥ 0.7

Weil man ja aber P0.6n (X21) nicht in den WTR eingeben kann, müssen wir diese Wahrscheinlichkeit über die Gegenwahrscheinlichkeit berechnen:

P0.6n (X21) = 1 - P0.6n (X20) ≥ 0.7 |+ P0.6n (X20) - 0.7

0.3 ≥ P0.6n (X20) oder P0.6n (X20) ≤ 0.3

Jetzt müssen wir eben so lange mit verschiedenen Werten von n probieren, bis diese Gleichung erstmals erfüllt wird:

Dabei stellt sich nun natürlich die Frage, mit welchem Wert für n wir dabei beginnen. Im Normalfall enden 60% der Versuche mit einem Treffer. Also müssten dann doch bei 21 0.6 ≈ 35 Versuchen auch ungefähr 21 (≈0.6⋅35) Treffer auftreten.

Wir berechnen also mit unserem ersten n=35:
P0.6n (X20) ≈ 0.4272 (TI-Befehl: Binomialcdf ...)

Je nachdem, wie weit nun dieser Wert noch von den gesuchten 0.3 entfernt ist, erhöhen bzw. verkleinern wir das n eben in größeren oder kleineren Schrittweiten.

Dies wiederholen wir solange, bis wir zwei aufeinanderfolgende Werte von n gefunden haben, bei denen die 0.3 überschritten wird.

Aus der Werte-Tabelle (siehe links) erkennt man dann, dass erstmals bei n=37 die gesuchte Wahrscheinlichkeit unter 0.3 ist.

n muss also mindestens 37 sein, damit P0.6n (X20) ≤ 0.3 oder eben P0.6n (X21) ≥ 0.7 gilt.

kumulierte Binomialverteilung

Beispiel:

Ein Scherzkeks in einer Glückskeksfabrik backt in jeden achten Glückskeks eine scharfe Peperoni ein. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, nicht mehr als 12 Glückskekse mit einer Peproni zu erwischen, wenn man 55 Glückskekse kauft?
(Bitte auf 4 Stellen nach dem Komma runden)

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Die Zufallsvariable X gibt die Anzahl der Treffer an. X ist binomialverteilt mit n=55 und p= 1 8 .

P 1 8 55 (X12) = P 1 8 55 (X=0) + P 1 8 55 (X=1) + P 1 8 55 (X=2) +... + P 1 8 55 (X=12) = 0.98370436590253 ≈ 0.9837
(TI-Befehl: binomcdf(55,1/8,12))

Binomialvert. mit variablem p (diskret)

Beispiel:

Eine Schulklasse möchte fürs Schulfest ein Glücksrad entwickeln. Aus optischen Gründen sollen dabei alle Sektoren gleich groß sein. Einer davon soll für den Hauptpreis stehen. Hierfür haben sie insgesamt 7 Preise gesammelt. Sie erwarten, dass das Glücksrad beim Schulfest 55 mal gespielt wird. Mit wie vielen Sektoren müssen sie ihr Glückrad mindestens bestücken damit die 7 Hauptpreise mit einer Wahrscheinlichkeit von mindestens 70% für die 55 Durchgänge reichen?

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pP(X≤7)
......
1 7 0.4636
1 8 0.6188
1 9 0.7363
......

Die Zufallsvariable X gibt die Anzahl der Hauptpreise an. X ist binomialverteilt mit n=55 und unbekanntem Parameter p.

Es muss gelten: Pp55 (X7) =0.7 (oder mehr)

Wir wissen, dass der Zähler bei unserer Einzelwahrscheinlichkeit p 1 sein muss, da es ja genau einen günstigen Fall gibt.

Wir müssen nun bei verschiedenen Nennern untersuchen, wie hoch die gesuchte Wahrscheinlichkeit Pp55 (X7) ('höchstens 7 Treffer bei 55 Versuchen') bei diesen Nennern wird (siehe Tabelle links)

Um einen günstigen Startwert zu finden wählen wir mal als p= 7 55 . Mit diesem p wäre ja 7= 7 55 ⋅55 der Erwartungswert und somit Pp55 (X7) irgendwo in der nähe von 50%. Wenn wir nun p= 7 55 mit 1 7 erweitern (so dass wir auf den Zähler 1 kommen) und den Nenner abrunden, müssten wir mit p= 1 7 einen brauchbaren Einstiegswert für dieses Probieren erhalten.

In dieser Tabelle erkennen wir, dass erstmals bei der Einzelwahrscheinlichkeit p= 1 9 die gesuchte Wahrscheinlichkeit über 70% steigt.
Der Nenner, also die Anzahl der Sektoren des Glücksrad, muss also mindestens 9 sein.

Binomialvert. mit variabl. p (mind.) nur GTR

Beispiel:

Ein Basketballtrainer sucht einen neuen Spieler, der mit 90% Wahrscheinlichkeit von 79 Freiwürfen mindestens 26 mal trifft. Welche Trefferquote braucht solch ein Spieler mindestens?

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pP(X≥26)=1-P(X≤25)
......
0.350.6907
0.360.7527
0.370.8069
0.380.8529
0.390.8907
0.40.9207
......

Es muss gelten: Pp79 (X26) =0.9 (oder mehr)

oder eben: 1- Pp79 (X25) =0.9 (oder mehr)

Diese Gleichung gibt man also in den GTR als Funktion ein, wobei das variable p eben als X gesetzt werden muss.
(TI-Befehl: y1=1-binomcdf(79,X,25) - dabei darauf achten, dass X nur zwischen 0 und 1 sein darf - bei TblSet sollte deswegen Δtable auf 0.01 gesetzt werden )

Aus der Werte-Tabelle (siehe links) erkennt man dann, dass erstmals bei p=0.4 die gesuchte Wahrscheinlichkeit über 0.9 ist.

Binomialverteilung X>=k

Beispiel:

Ein Zufallsexperiment wird 94 mal wiederholt. Jedesmal beträgt die Wahrscheinlichkeit für einen Treffer p=0,5.
Wie groß ist dabei die Wahrscheinlichkeit, mindestens 44 Treffer zu erzielen?

(Bitte auf 4 Stellen nach dem Komma runden)

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...
41
42
43
44
45
46
...

P0.594 (X44) = 1 - P0.594 (X43) = 0.7648
(TI-Befehl: 1-binomcdf(94,0.5,43))

Binomialvert. Abstand vom Erwartungswert

Beispiel:

Ein Basketballspieler hat eine Trefferquote von p=40%. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit dass er bei 68 Versuchen nicht mehr als 15% von seinem Erwartungswert abweicht?

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Den Erwartungswert berechnet man als E=n⋅p=68⋅0.4 = 27.2

Die 15% Abweichung wären dann zwischen 85% von 27.2, also 0.85⋅ 27.2 = 23.12 und 115% von 27.2, also 1.15⋅ 27.2 = 31.28

Da die Trefferzahl ja nicht weiter von 27.2 entfernt sein darf als 23.12 bzw. 31.28, muss sie also zwischen 24 und 31 liegen.

P0.468 (24X31) =

...
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31
32
33
...

P0.468 (X31) - P0.468 (X23) ≈ 0.8562 - 0.1803 ≈ 0.6759
(TI-Befehl: binomcdf(68,0.4,31) - binomcdf(68,0.4,23))