Aufgabenbeispiele von Wiederholung aus 9/10

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Binomialvert. mit variablem n (mind)

Beispiel:

Bei einem Zufallsexperiment beträgt die Wahrscheinlichkeit für einen Treffer p=0,75.
Wie oft muss man das Zufallsexperiment mindestens wiederholen (oder wie groß muss die Stichprobe sein), um mit mind. 70% Wahrscheinlichkeit, mindestens 36 Treffer zu erzielen ?

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nP(X≤k)
......
480.4232
490.3319
500.2519
......

Die Zufallsgröße X gibt die Anzahl der Treffer an und ist im Idealfall binomialverteilt mit p = 0.75 und variablem n.

Es muss gelten: P0.75n (X36) ≥ 0.7

Weil man ja aber P0.75n (X36) nicht in den WTR eingeben kann, müssen wir diese Wahrscheinlichkeit über die Gegenwahrscheinlichkeit berechnen:

P0.75n (X36) = 1 - P0.75n (X35) ≥ 0.7 |+ P0.75n (X35) - 0.7

0.3 ≥ P0.75n (X35) oder P0.75n (X35) ≤ 0.3

Jetzt müssen wir eben so lange mit verschiedenen Werten von n probieren, bis diese Gleichung erstmals erfüllt wird:

Dabei stellt sich nun natürlich die Frage, mit welchem Wert für n wir dabei beginnen. Im Normalfall enden 75% der Versuche mit einem Treffer. Also müssten dann doch bei 36 0.75 ≈ 48 Versuchen auch ungefähr 36 (≈0.75⋅48) Treffer auftreten.

Wir berechnen also mit unserem ersten n=48:
P0.75n (X35) ≈ 0.4232 (TI-Befehl: Binomialcdf ...)

Je nachdem, wie weit nun dieser Wert noch von den gesuchten 0.3 entfernt ist, erhöhen bzw. verkleinern wir das n eben in größeren oder kleineren Schrittweiten.

Dies wiederholen wir solange, bis wir zwei aufeinanderfolgende Werte von n gefunden haben, bei denen die 0.3 überschritten wird.

Aus der Werte-Tabelle (siehe links) erkennt man dann, dass erstmals bei n=50 die gesuchte Wahrscheinlichkeit unter 0.3 ist.

n muss also mindestens 50 sein, damit P0.75n (X35) ≤ 0.3 oder eben P0.75n (X36) ≥ 0.7 gilt.

Binomialverteilung X>=k

Beispiel:

Ein Zufallsexperiment wird 39 mal wiederholt. Jedesmal beträgt die Wahrscheinlichkeit für einen Treffer p=0,9.
Wie groß ist dabei die Wahrscheinlichkeit, mindestens 31 Treffer zu erzielen?

(Bitte auf 4 Stellen nach dem Komma runden)

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...
28
29
30
31
32
33
...

P0.939 (X31) = 1 - P0.939 (X30) = 0.9869
(TI-Befehl: 1-binomcdf(39,0.9,30))

Binomialvert. mit variablem p (diskret)

Beispiel:

Eine Schulklasse möchte fürs Schulfest ein Glücksrad entwickeln. Aus optischen Gründen sollen dabei alle Sektoren gleich groß sein. Einer davon soll für den Hauptpreis stehen. Hierfür haben sie insgesamt 6 Preise gesammelt. Sie erwarten, dass das Glücksrad beim Schulfest 95 mal gespielt wird. Mit wie vielen Sektoren müssen sie ihr Glückrad mindestens bestücken damit die 6 Hauptpreise mit einer Wahrscheinlichkeit von mindestens 90% für die 95 Durchgänge reichen?

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pP(X≤6)
......
1 15 0.5511
1 16 0.6167
1 17 0.6742
1 18 0.7238
1 19 0.7662
1 20 0.8023
1 21 0.8327
1 22 0.8584
1 23 0.8799
1 24 0.8981
1 25 0.9133
......

Die Zufallsvariable X gibt die Anzahl der Hauptpreise an. X ist binomialverteilt mit n=95 und unbekanntem Parameter p.

Es muss gelten: Pp95 (X6) =0.9 (oder mehr)

Wir wissen, dass der Zähler bei unserer Einzelwahrscheinlichkeit p 1 sein muss, da es ja genau einen günstigen Fall gibt.

Wir müssen nun bei verschiedenen Nennern untersuchen, wie hoch die gesuchte Wahrscheinlichkeit Pp95 (X6) ('höchstens 6 Treffer bei 95 Versuchen') bei diesen Nennern wird (siehe Tabelle links)

Um einen günstigen Startwert zu finden wählen wir mal als p= 6 95 . Mit diesem p wäre ja 6= 6 95 ⋅95 der Erwartungswert und somit Pp95 (X6) irgendwo in der nähe von 50%. Wenn wir nun p= 6 95 mit 1 6 erweitern (so dass wir auf den Zähler 1 kommen) und den Nenner abrunden, müssten wir mit p= 1 15 einen brauchbaren Einstiegswert für dieses Probieren erhalten.

In dieser Tabelle erkennen wir, dass erstmals bei der Einzelwahrscheinlichkeit p= 1 25 die gesuchte Wahrscheinlichkeit über 90% steigt.
Der Nenner, also die Anzahl der Sektoren des Glücksrad, muss also mindestens 25 sein.

Binomialvert. mit variabl. p (höchstens) nur GTR

Beispiel:

Eine Fluggesellschaft hat 41 Plätze in ihrem Flugzeug. Trotzdem werden 91 Flugtickets verkauft. Wie hoch darf die Wahrscheinlichkeit, dass ein Ticketkäufer auch tatsächlich mitfliegt, höchstens sein, dass das Flugzeug mit einer Wahrscheinlichkeit von mindestens 90% nicht überbucht ist (also dass alle mitfliegen können)?

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pP(X≤k)
......
0.340.9892
0.350.9817
0.360.9704
0.370.9541
0.380.9313
0.390.901
0.40.8622
......

Es muss gelten: Pp91 (X41) =0.9 (oder mehr)

Diese Gleichung gibt man also in den GTR als Funktion ein, wobei das variable p eben als X gesetzt werden muss.
(TI-Befehl: y1=binomcdf(91,X,41) - dabei darauf achten, dass X nur zwischen 0 und 1 sein darf - bei TblSet sollte deswegen Δtable auf 0.01 gesetzt werden)

Aus der Werte-Tabelle (siehe links) erkennt man dann, dass letztmals bei p=0.39 die gesuchte Wahrscheinlichkeit über 0.9 ist.

Binomialverteilung X ∈ [l;k]

Beispiel:

Ein Zufallsexperiment wird 44 mal wiederholt. Jedesmal beträgt die Wahrscheinlichkeit für einen Treffer p=0,35.
Wie groß ist dabei die Wahrscheinlichkeit, mindestens 11, aber höchstens 16 Treffer zu erzielen?

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P0.3544 (11X16) =

...
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
...

P0.3544 (X16) - P0.3544 (X10) ≈ 0.641 - 0.0573 ≈ 0.5837
(TI-Befehl: binomcdf(44,0.35,16) - binomcdf(44,0.35,10))

Wahrscheinlichkeit von σ-Intervall um μ

Beispiel:

Ein Würfel wird 66 mal geworfen. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Anzahl der gewürfelten 6er nicht mehr als eine Standardabweichung vom Erwartungswert abweicht?

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Den Erwartungswert berechnet man mit μ = n⋅p = 66⋅ 1 6 ≈ 11,
die Standardabweichung mit σ = n p (1-p) = 66 1 6 5 6 ≈ 3.03

14.03 (11 + 3.03) und 7.97 (11 - 3.03) sind also jeweils eine Standardabweichung vom Erwartungswert μ = 11 entfernt.

Das bedeutet, dass genau die Zahlen zwischen 8 und 14 nicht mehr als eine Standardabweichung vom Erwartungswert entfernt sind.

Gesucht ist also die Wahrscheinlichkeit, dass die Trefferanzahl zwischen 8 und 14 liegt.

P 1 6 66 (8X14) =

...
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
...

P 1 6 66 (X14) - P 1 6 66 (X7) ≈ 0.8744 - 0.1204 ≈ 0.754
(TI-Befehl: binomcdf(66, 1 6 ,14) - binomcdf(66, 1 6 ,7))