Aufgabenbeispiele von Wiederholung aus 9/10
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Binomialvert. mit variablem n (höchst.)
Beispiel:
Bei einem Zufallsexperiment beträgt die Wahrscheinlichkeit für einen Treffer p=0,2.
Wie oft darf man das Zufallsexperiment höchstens wiederholen (oder wie groß darf die Stichprobe sein), um mit mind. 70% Wahrscheinlichkeit, höchstens 26 Treffer zu erzielen ?
| n | P(X≤k) |
|---|---|
| ... | ... |
| 121 | 0.7051 |
| 122 | 0.6889 |
| 123 | 0.6724 |
| 124 | 0.6557 |
| 125 | 0.6387 |
| 126 | 0.6216 |
| 127 | 0.6044 |
| 128 | 0.5871 |
| 129 | 0.5697 |
| 130 | 0.5522 |
| ... | ... |
Die Zufallsgröße X gibt die Anzahl der Treffer an und ist im Idealfall binomialverteilt mit p = 0.2 und variablem n.
Es muss gelten: ≥ 0.7
Jetzt müssen wir eben so lange mit verschiedenen Werten von n probieren, bis diese Gleichung erstmals erfüllt wird:
Dabei stellt sich nun natürlich die Frage, mit welchem Wert für n wir dabei beginnen. Im Normalfall enden 20% der Versuche mit einem Treffer. Also müssten dann doch bei ≈ 130 Versuchen auch ungefähr 26 (≈0.2⋅130) Treffer auftreten.
Wir berechnen also mit unserem ersten n=130:
≈ 0.5522
(TI-Befehl: Binomialcdf ...)
Je nachdem, wie weit nun dieser Wert noch von den gesuchten 0.7 entfernt ist, erhöhen bzw. verkleinern wir das n eben in größeren oder kleineren Schrittweiten.
Dies wiederholen wir solange, bis wir zwei aufeinanderfolgende Werte von n gefunden haben, bei denen die 0.7 überschritten wird.
Aus der Werte-Tabelle (siehe links) erkennt man dann, dass letztmals bei n=121 die gesuchte Wahrscheinlichkeit über 70% ist.
Formel v. Bernoulli
Beispiel:
Bei einem Glücksrad ist die Wahrscheinlichkeit im grünen Bereich zu landen bei p=0,4. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit bei 56 Versuchen genau 21 mal im grünen Bereich zu landen?
(Bitte auf 4 Stellen nach dem Komma runden)
Die Zufallsvariable X gibt die Anzahl der Treffer an. X ist binomialverteilt mit n=56 und p=0.4.
= =0.10182296976003≈ 0.1018(TI-Befehl: binompdf(56,0.4,21))
Binomialvert. mit variablem p (diskret)
Beispiel:
In einer Urne sind 5 rote und einige schwarze Kugeln. Es soll 25 mal mit Zurücklegen gezogen werden. Wie viele schwarze Kugeln dürfen in der Urne höchstens sein, damit mit einer Wahrscheinlichkeit von mindestens 75% unter den 25 gezogenen Kugeln nicht mehr als 24 schwarze sind?
| p | P(X≤24) |
|---|---|
| ... | ... |
| 0.9998 | |
| 0.9997 | |
| 0.9995 | |
| 0.9992 | |
| 0.9989 | |
| 0.9984 | |
| 0.9978 | |
| 0.9971 | |
| 0.9962 | |
| 0.9952 | |
| 0.994 | |
| 0.9927 | |
| 0.9912 | |
| 0.9895 | |
| 0.9877 | |
| 0.9857 | |
| 0.9836 | |
| 0.9813 | |
| 0.9788 | |
| 0.9762 | |
| 0.9735 | |
| 0.9706 | |
| 0.9676 | |
| 0.9645 | |
| 0.9613 | |
| 0.9579 | |
| 0.9545 | |
| 0.951 | |
| 0.9474 | |
| 0.9437 | |
| 0.9399 | |
| 0.9361 | |
| 0.9322 | |
| 0.9282 | |
| 0.9242 | |
| 0.9201 | |
| 0.916 | |
| 0.9119 | |
| 0.9077 | |
| 0.9035 | |
| 0.8993 | |
| 0.895 | |
| 0.8907 | |
| 0.8864 | |
| 0.8821 | |
| 0.8778 | |
| 0.8735 | |
| 0.8691 | |
| 0.8648 | |
| 0.8605 | |
| 0.8561 | |
| 0.8518 | |
| 0.8475 | |
| 0.8432 | |
| 0.8389 | |
| 0.8346 | |
| 0.8303 | |
| 0.826 | |
| 0.8218 | |
| 0.8176 | |
| 0.8133 | |
| 0.8091 | |
| 0.805 | |
| 0.8008 | |
| 0.7967 | |
| 0.7925 | |
| 0.7885 | |
| 0.7844 | |
| 0.7803 | |
| 0.7763 | |
| 0.7723 | |
| 0.7683 | |
| 0.7644 | |
| 0.7604 | |
| 0.7565 | |
| 0.7527 | |
| 0.7488 | |
| ... | ... |
Die Zufallsvariable X gibt die Anzahl der gezogenen Kugeln mit der Farbe schwarz an. X ist binomialverteilt mit n=25 und unbekanntem Parameter p.
Es muss gelten: = 0.75 (oder mehr)
Wir wissen, dass der Nenner bei unserer Einzelwahrscheinlichkeit p immer um 5 größer sein muss als der Zähler.
Deswegen erhöhen wir nun schrittweise immer den Zähler und Nenner bei der Einzelwahrscheinlichkeit um 1 und probieren aus, wie sich das auf die gesuchte Wahrscheinlichkeit ('höchstens 24 Treffer bei 25 Versuchen') auswirkt (siehe Tabelle links)
Als Startwert wählen wir als p=. (Durch Ausprobieren erkennt man, dass vorher die Wahrscheinlichkeit immer fast 1 ist)
In dieser Tabelle erkennen wir, dass letztmals bei der Einzelwahrscheinlichkeit p= die gesuchte
Wahrscheinlichkeit über 75% bleibt.
Die Anzahl der schwarzen Kugeln, die hinzugefügt wird, darf also höchstens 87 sein.
Binomialvert. mit variabl. p (mind.) nur GTR
Beispiel:
Ein Glücksrad soll mit nur zwei verschiedenen Sektoren (blau und rot) gebaut werden. Wie hoch muss man die Einzelwahrscheinlichkeit p mindestens wählen, dass die Wahrscheinlichkeit bei 51 Wiederholungen 33 mal (oder mehr) rot zu treffen bei mind. 90% liegt?
| p | P(X≥33)=1-P(X≤32) |
|---|---|
| ... | ... |
| 0.67 | 0.6948 |
| 0.68 | 0.7467 |
| 0.69 | 0.7941 |
| 0.7 | 0.8363 |
| 0.71 | 0.8728 |
| 0.72 | 0.9037 |
| ... | ... |
Es muss gelten: =0.9 (oder mehr)
oder eben: 1- =0.9 (oder mehr)
Diese Gleichung gibt man also in den GTR als Funktion ein, wobei das variable p eben als X gesetzt werden muss.
(TI-Befehl: y1=1-binomcdf(51,X,32) - dabei darauf achten, dass X nur zwischen 0 und 1 sein darf -
bei TblSet sollte deswegen Δtable auf 0.01 gesetzt werden )
Aus der Werte-Tabelle (siehe links) erkennt man dann, dass erstmals bei p=0.72 die gesuchte Wahrscheinlichkeit über 0.9 ist.
Binomialverteilung X ∈ [l;k]
Beispiel:
Ein Zufallsexperiment wird 91 mal wiederholt. Jedesmal beträgt die Wahrscheinlichkeit für einen Treffer p=0,65.
Wie groß ist dabei die Wahrscheinlichkeit, mindestens 55, aber höchstens 63 Treffer zu erzielen?
=
(TI-Befehl: binomcdf(91,0.65,63) - binomcdf(91,0.65,54))
Erwartungswert, Standardabweichung best.
Beispiel:
Eine Zufallsgröße ist binomialverteilt mit den Parametern n = 49 und p = 0.1
Bestimme den Erwartungswert μ und die Standardabweichung σ von X .
Für Erwartungswert und Standardabweichung bei der Binomialverteilung gibt es ja einfache Formeln, in die man einfach n = 49 und p = 0.1 einsetzen muss:
Erwartungswert E(X) = n ⋅ p = 49 ⋅ 0.1 = 4.9
Standardabweichung S(X) = = = ≈ 2.1
