Aufgabenbeispiele von komplexere Erwartungswerte

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Erwartungswerte bei Binomialverteilungen

Beispiel:

Ein Bürobelieferungs-Firma liefert Toner aus, bei denen dummerweise 20% defekt sind. Die defekten Toner dürfen die Empfänger in Retoure-Kartons zurückschicken, in die maximal 4 Stück reinpassen. Ein Retoure-Karton kostet die Firma 5€ Porto. Mit welchen Portogebühren muss die Firma bei einer Schule, die 20 Toner abgenommen hat, durchschnittlich rechnen?
(Das Ergebnis bitte auf 2 Stellen runden!)

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Zuerst müssen wir die Wahrscheinlichkeiten für die einzelnen 'Trefferzahlen' bestimmen:

Trefferzahl: 0

Die Zufallsvariable X gibt die Anzahl der Treffer an. X ist binomialverteilt mit n=20 und p=0.2.

P0.220 (X=0) = ( 20 0 ) 0.20 0.820 =0.011529215046068≈ 0.0115
(TI-Befehl: binompdf(20,0.2,0))

Trefferzahl: 1-4

P0.220 (1X4) = P0.220 (X4) - P0.220 (X0) = 0.6181

(TI-Befehl: binomcdf(20,0.2,4) - binomcdf(20,0.2,0))

Trefferzahl: 5-8

P0.220 (5X8) = P0.220 (X8) - P0.220 (X4) = 0.3604

(TI-Befehl: binomcdf(20,0.2,8) - binomcdf(20,0.2,4))

Trefferzahl: 9-12

P0.220 (9X12) = P0.220 (X12) - P0.220 (X8) = 0.01

(TI-Befehl: binomcdf(20,0.2,12) - binomcdf(20,0.2,8))

Trefferzahl: 13-16

P0.220 (13X16) = P0.220 (X16) - P0.220 (X12) = 0

(TI-Befehl: binomcdf(20,0.2,16) - binomcdf(20,0.2,12))

Trefferzahl: 17-20

P0.220 (X17) = P0.220 (X20) - P0.220 (X16) = 0

(TI-Befehl: binomcdf(20,0.2,20) - binomcdf(20,0.2,16))

Erwartungswert der Zufallsgröße X

Ereignis 0 1-4 5-8 9-12 13-16 17-20
Zufallsgröße xi 0 5 10 15 20 25
P(X=xi) 0.0115 0.6181 0.3604 0.01 0 0
xi ⋅ P(X=xi) 0 3.0905 3.604 0.15 0 0

Der Erwartungswert verechnet sich aus der Summe der einzelnen Produkte:

E(X)= 0⋅0.0115 + 5⋅0.6181 + 10⋅0.3604 + 15⋅0.01 + 20⋅0 + 25⋅0

6.84

Erwartungswerte mit gesuchten Anzahlen im WS-Baum

Beispiel:

Auf einen Schüleraustausch bewerben sich 15 Mädchen und 8 Jungs. Weil aber leider weniger Plätze zur Verfügung stehen, muss gelost werden. Wie viele Mädchen kann man bei den ersten 3 verlosten Plätzen erwarten?
(Denk daran, den Bruch vollständig zu kürzen!)

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Wahrscheinlichkeiten für die verschiedenen Ausgänge

EreignisP
Mädchen -> Mädchen -> Mädchen 65 253
Mädchen -> Mädchen -> Jungs 40 253
Mädchen -> Jungs -> Mädchen 40 253
Mädchen -> Jungs -> Jungs 20 253
Jungs -> Mädchen -> Mädchen 40 253
Jungs -> Mädchen -> Jungs 20 253
Jungs -> Jungs -> Mädchen 20 253
Jungs -> Jungs -> Jungs 8 253

Die Wahrscheinlichkeit für 0 mal 'Mädchen' ist: 8 253

Die Wahrscheinlichkeit für 1 mal 'Mädchen' ist: 20 253 + 20 253 + 20 253 = 60 253

Die Wahrscheinlichkeit für 2 mal 'Mädchen' ist: 40 253 + 40 253 + 40 253 = 120 253

Die Wahrscheinlichkeit für 3 mal 'Mädchen' ist: 65 253

Die Zufallsgröße X beschreibt die Anzahl an Mädchen unter den drei verlosten Plätzen.

Erwartungswert der Zufallsgröße X

Ereignis 0 1 2 3
Zufallsgröße xi 0 1 2 3
P(X=xi) 8 253 60 253 120 253 65 253
xi ⋅ P(X=xi) 0 60 253 240 253 195 253

Der Erwartungswert verechnet sich aus der Summe der einzelnen Produkte:

E(X)= 0⋅ 8 253 + 1⋅ 60 253 + 2⋅ 120 253 + 3⋅ 65 253

= 0+ 60 253 + 240 253 + 195 253
= 0 253 + 60 253 + 240 253 + 195 253
= 495 253
= 45 23

1.96