Aufgabenbeispiele von exponent. Wachstum

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prozentale Änderung bestimmen

Beispiel:

Gib für die exponentielle Wachstumsfunktion f mit f(t)= 40 1.35 t die prozentuale Änderung pro Zeiteinheit an. Handelt es sich um prozentuale Zunahme oder um prozentuale Abnahme?

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f(0) = 40

f(1) = 40 1.35

f(2) = 40 1.351.35

f(3) = 40 1.351.351.35

f(4) = 40 1.351.351.351.35

...

Mit jeder Zeiteinheit wird also der bisherige Funktionswert mit 1.35 multipliziert. Da 1.35 > 1 ist, werden die Funktionswerte mit jedem Zeitschritt größer, und zwar auf das 1.35-fache, also auf 135 % des vorherigen Funktionswertes.

Die prozentuale Zunahme beträgt also 135% - 100% = 35 %

c und a gegeben

Beispiel:

Bei einer Internetseite kann man davon ausgehen, dass sich die Anzahl der Nutzer wöchentlich um 12% vermehrt. Zu Beginn der Aufzeichnung registriert man 4000 Nutzer.
a) Wie hoch ist nach diesem Modell die Anzahl der Nutzer nach 4 Wochen?
b) Nach wie vielen Wochen ist die Anzahl der Nutzer auf 24000 angewachsen?

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Da es sich hier um exponentielles Wachstum handelt, muss der Funktionsterm von der Form f(t)= c · a t sein.

Den Anfangswert f(0)=c=4000 kann man direkt aus der Aufgabe heraus lesen.

Die prozentuale Zunahme um 12% bedeutet ja, dass mit jedem Zeitschritt zum alten Bestand noch 12% dazukommen,
also Bneu = B + 12 100 ⋅B = (1 + 12 100 ) ⋅ B = 1,12 ⋅ B. Somit ist das a=1,12.

Damit ergibt sich der Funktionsterm f(t)= 4000 1.12 t .

zu a)

Gesucht ist die Anzahl der Nutzer zum Zeitpunkt t=4 Wochen, also f(4):

f(4) = 4000 1.12 4 6294,077.

zu b)

Hier wird gefragt, wann die Anzahl der Nutzer = 24000 Nutzer ist, also f(t) = 24000:

4000 1.12 t = 24000 |:4000
1.12 t = 6 |lg(⋅)
lg( 1.12 t ) = lg( 6 )
t · lg( 1.12 ) = lg( 6 ) |: lg( 1.12 )
t = lg( 6 ) lg( 1.12 )
t = 15,8103

Nach ca. 15,81 Wochen ist also die Anzahl der Nutzer = 24000 Nutzer.

c und ein Funktionswert gegeben

Beispiel:

Bei einer Bakterienkultur geht man von exponentiellem Wachstum aus. Zu Beobachtungsbeginn umfasste die Kultur 28 Milionen Bakterien. 5 Stunden nach Beobachtungsbeginn sind es bereits 35,74Millionen Bakterien.
a) Wie viel Millionen Bakterien hat die Bakterienkultur nach 12 Stunden?
b) Wann umfasst die Kultur 30,9 Millionen Bakterien?

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Da es sich hier um exponentielles Wachstum handelt, muss der Funktionsterm von der Form f(t)= c · a t sein.

Den Anfangswert f(0)=c=28 kann man direkt aus der Aufgabe heraus lesen.

Somit wissen wir bereits, dass der Funktionsterm f(t)= 28 a t mit einem Wachstumsfaktor a sein muss.

Der Wachstumsfaktor a ist zwar nicht gegeben, wir wissen aber, dass nach 5 Stunden der Bestand 35.74 Millionen Bakterien ist, also f(5) = 35.74. Dies setzen wir in unsern bisherigen Funktionterm f(t)= 28 a t ein:

28 a 5 = 35,74 |:28
a 5 = 1,27643 | 5
a = 1,27643 5

Da der Wachstumsfaktor a immer positiv sein muss, ist a= 1,27643 5 ≈ 1.05 die einzige sinnvolle Lösung.

Damit ergibt sich der Funktionsterm f(t)= 28 1.05 t .

zu a)

Gesucht ist der Bestand zum Zeitpunkt t=12 Stunden, also f(12):

f(12) = 28 1.05 12 50,284.

zu b)

Hier wird gefragt, wann der Bestand = 30.9 Millionen Bakterien ist, also f(t) = 30.9:

28 1.05 t = 30,9 |:28
1.05 t = 1,1036 |lg(⋅)
lg( 1.05 t ) = lg( 1,1036 )
t · lg( 1.05 ) = lg( 1,1036 ) |: lg( 1.05 )
t = lg( 1,1036 ) lg( 1.05 )
t = 2,0204

Nach ca. 2,02 Stunden ist also der Bestand = 30.9 Millionen Bakterien.

a und ein Funktionswert gegeben

Beispiel:

Ein radioaktives Element verliert jeden Tag 12% seines Bestands. 8 Tage nach Beobachtungsbeginn sind nur noch 14,39kg dieses Elements vorhanden.
a) Wie viel kg des Elements sind 6 Tage nach Beobachtungsbeginn vorhanden?
b) Wann sind nur noch 20kg vorhanden?

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Da es sich hier um exponentielles Wachstum handelt, muss der Funktionsterm von der Form f(t)= c · a t sein.

Die prozentuale Abnahme um 12% bedeutet ja, dass mit jedem Zeitschritt vom alten Bestand noch 12% weggehen,
also Bneu = B - 12 100 ⋅B = (1 - 12 100 ) ⋅ B = 0,88 ⋅ B. Somit ist das a=0,88.

Somit wissen wir bereits, dass der Funktionsterm f(t)= c · 0.88 t mit einem Anfangswert c sein muss.

Wir kennen zwar den Anfangswert f(0)=c nicht, wissen aber, dass nach 8 Tage der Bestand 14.39 kg ist, also f(8) = 14.39. Dies setzen wir in unsern bisherigen Funktionterm f(t)= c · 0.88 t ein:

c ⋅ 0.888 = 14.39

c ⋅ 0.35963 = 14.39 | : 0.35963

c = 40

Damit ergibt sich der Funktionsterm f(t)= 40 0.88 t .

zu a)

Gesucht ist der Bestand zum Zeitpunkt t=6 Tage, also f(6):

f(6) = 40 0.88 6 18,576.

zu b)

Hier wird gefragt, wann der Bestand = 20 kg ist, also f(t) = 20:

40 0.88 t = 20 |:40
0.88 t = 1 2 |lg(⋅)
lg( 0.88 t ) = lg( 1 2 )
t · lg( 0.88 ) = lg( 1 2 ) |: lg( 0.88 )
t = lg( 1 2 ) lg( 0.88 )
t = 5,4223

Nach ca. 5,422 Tage ist also der Bestand = 20 kg.

Halbwerts-/Verdoppl.-Zeit bestimmen

Beispiel:

Gegeben ist der Exponentialfunktion f mit f(t)= c · 1.082 t mit unbekanntem Anfangswert c.

Bestimme die Verdopplungszeit.

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Den Wachstumsfaktor a kann direkt aus dem Funktionterm f(t)= c · 1.082 t ablesen: a=1.082.

Mit der Formel für die Verdopplungszeit gilt: TV = loga(2).

Also TV = log1.082(2) ≈ 8.8 (Zeiteinheiten)

Halbwerts-/Verdoppl.-Zeit (Anwendung)

Beispiel:

In einem Land hat man festgestellt, dass die Anzahl einer bestimmten Insektenart jedes Jahr um 17% abnimmt. Wann hat sich die Anzahl dieser Insektenart halbiert?

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Die prozentuale Abnahme um 17% bedeutet ja, dass mit jedem Zeitschritt vom alten Bestand noch 17% weggehen,
also Bneu = B - 17 100 ⋅B = (1 - 17 100 ) ⋅ B = 0,83 ⋅ B.

Somit gilt für den Wachstumsfaktor a (in f(t)= c · a t ): a=0,83.

Mit der Formel für die Halbwertszeit gilt: TH = loga( 1 2 ).

Also TH = log0.83( 1 2 ) ≈ 3.72 Jahre

Exponentialterm mit Halbwertszeit best.

Beispiel:

Ein Konto wird mit 7000€ eröffnet und wird mit einem festen Zinssatz verzinst. Nach 23,4 Jahren hat sich der der Kontostand verdoppelt. Bestimme den Funktionsterm der Exponentialfunktion, die den Kontostand nach t Jahren angibt.

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Von der allgemeinen Exponentialfunktion f(t)= c · a t können wir den Anfangswert c = 7000 direkt der Aufgabe entnehmen.

Um nun noch den Wachstumsfaktor a zu bestimmen, nutzen wir die Formel für die Verdopplungszeit: TV = loga(2).

Also 23.4 = loga(2). Nach der Definition des Logarithmuis ist dies gleichbedeutend mit

a 23.4 = 2 | 23.4
a = 2 1 23.4

Das gesuchte a ist somit 2 1 23.4 ≈ 1.03, der gesuchte Funktionsterm f(t)= 7000 1.03 t