Aufgabenbeispiele von exponent. Wachstum

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prozentale Änderung bestimmen

Beispiel:

Gib für die exponentielle Wachstumsfunktion f mit f(t)= 196 0.65 t die prozentuale Änderung pro Zeiteinheit an. Handelt es sich um prozentuale Zunahme oder um prozentuale Abnahme?

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f(0) = 196

f(1) = 196 0.65

f(2) = 196 0.650.65

f(3) = 196 0.650.650.65

f(4) = 196 0.650.650.650.65

...

Mit jeder Zeiteinheit wird also der bisherige Funktionswert mit 0.65 multipliziert. Da 0.65 < 1 ist, werden die Funktionswerte mit jedem Zeitschritt kleiner, und zwar auf das 0.65-fache, also auf 65 % des vorherigen Funktionswertes.

Die prozentuale Abnahme beträgt also 100% - 65% = 35 %

c und a gegeben

Beispiel:

Ein Konto wird mit 1% verzinst. Zu Beginn sind 8000€ auf dem Konto.
a) Wie hoch ist der Kontostand nach 6 Jahren?
b) Wann ist der Kontostand auf 10000€ angewachsen?

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Da es sich hier um exponentielles Wachstum handelt, muss der Funktionsterm von der Form f(t)= c · a t sein.

Den Anfangswert f(0)=c=8000 kann man direkt aus der Aufgabe heraus lesen.

Die prozentuale Zunahme um 1% bedeutet ja, dass mit jedem Zeitschritt zum alten Bestand noch 1% dazukommen,
also Bneu = B + 1 100 ⋅B = (1 + 1 100 ) ⋅ B = 1,01 ⋅ B. Somit ist das a=1,01.

Damit ergibt sich der Funktionsterm f(t)= 8000 1.01 t .

zu a)

Gesucht ist der Kontostand zum Zeitpunkt t=6 Jahre, also f(6):

f(6) = 8000 1.01 6 8492,161.

zu b)

Hier wird gefragt, wann der Kontostand = 10000 € ist, also f(t) = 10000:

8000 1.01 t = 10000 |:8000
1.01 t = 5 4 |lg(⋅)
lg( 1.01 t ) = lg( 5 4 )
t · lg( 1.01 ) = lg( 5 4 ) |: lg( 1.01 )
t = lg( 5 4 ) lg( 1.01 )
t = 22,4257

Nach ca. 22,426 Jahre ist also der Kontostand = 10000 €.

c und ein Funktionswert gegeben

Beispiel:

Bei einem Staat geht man näherungsweise davon aus, dass dessen Bevölkerung exponentiell abnimmt. Zu Beobachtungsbeginn hat das Land 80 Millionen Einwohner. Nach 2 Jahren hat der Staat noch 77,46 Millionen Einwohner.
a) Wie viel Millionen Einwohner hat der Staat noch nach 7 Jahren?
b) Wann hat das Land nur noch 60 Millionen Einwohner?

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Da es sich hier um exponentielles Wachstum handelt, muss der Funktionsterm von der Form f(t)= c · a t sein.

Den Anfangswert f(0)=c=80 kann man direkt aus der Aufgabe heraus lesen.

Somit wissen wir bereits, dass der Funktionsterm f(t)= 80 a t mit einem Wachstumsfaktor a sein muss.

Der Wachstumsfaktor a ist zwar nicht gegeben, wir wissen aber, dass nach 2 Jahre der Bestand 77.46 Millionen Einwohner ist, also f(2) = 77.46. Dies setzen wir in unsern bisherigen Funktionterm f(t)= 80 a t ein:

80 a 2 = 77,46 |:80
a 2 = 0,96825 | 2
a1 = - 0,96825 -0,984
a2 = 0,96825 0,984

Da der Wachstumsfaktor a immer positiv sein muss, ist a= 0,984 ≈ 0.984 die einzige sinnvolle Lösung.

Damit ergibt sich der Funktionsterm f(t)= 80 0.984 t .

zu a)

Gesucht ist der Bestand zum Zeitpunkt t=7 Jahre, also f(7):

f(7) = 80 0.984 7 71,459.

zu b)

Hier wird gefragt, wann der Bestand = 60 Millionen Einwohner ist, also f(t) = 60:

80 0.984 t = 60 |:80
0.984 t = 3 4 |lg(⋅)
lg( 0.984 t ) = lg( 3 4 )
t · lg( 0.984 ) = lg( 3 4 ) |: lg( 0.984 )
t = lg( 3 4 ) lg( 0.984 )
t = 17,8359

Nach ca. 17,836 Jahre ist also der Bestand = 60 Millionen Einwohner.

a und ein Funktionswert gegeben

Beispiel:

Eine Bakterienkultur vermehrt sich stündlich um 32%. 8 Stunden nach Beobachtungsbeginn sind es bereits 129,04Millionen Bakterien.
a) Wie viel Millionen Bakterien hat die Bakterienkultur nach 6 Stunden?
b) Wann umfasst die Kultur 114 Millionen Bakterien?

Lösung einblenden

Da es sich hier um exponentielles Wachstum handelt, muss der Funktionsterm von der Form f(t)= c · a t sein.

Die prozentuale Zunahme um 32% bedeutet ja, dass mit jedem Zeitschritt zum alten Bestand noch 32% dazukommen,
also Bneu = B + 32 100 ⋅B = (1 + 32 100 ) ⋅ B = 1,32 ⋅ B. Somit ist das a=1,32.

Somit wissen wir bereits, dass der Funktionsterm f(t)= c · 1.32 t mit einem Anfangswert c sein muss.

Wir kennen zwar den Anfangswert f(0)=c nicht, wissen aber, dass nach 8 Stunden der Bestand 129.04 Millionen Bakterien ist, also f(8) = 129.04. Dies setzen wir in unsern bisherigen Funktionterm f(t)= c · 1.32 t ein:

c ⋅ 1.328 = 129.04

c ⋅ 9.21704 = 129.04 | : 9.21704

c = 14

Damit ergibt sich der Funktionsterm f(t)= 14 1.32 t .

zu a)

Gesucht ist der Bestand zum Zeitpunkt t=6 Stunden, also f(6):

f(6) = 14 1.32 6 74,058.

zu b)

Hier wird gefragt, wann der Bestand = 114 Millionen Bakterien ist, also f(t) = 114:

14 1.32 t = 114 |:14
1.32 t = 57 7 |lg(⋅)
lg( 1.32 t ) = lg( 57 7 )
t · lg( 1.32 ) = lg( 57 7 ) |: lg( 1.32 )
t = lg( 57 7 ) lg( 1.32 )
t = 7,5537

Nach ca. 7,554 Stunden ist also der Bestand = 114 Millionen Bakterien.

Halbwerts-/Verdoppl.-Zeit bestimmen

Beispiel:

Gegeben ist der Exponentialfunktion f mit f(t)= c · 0.924 t mit unbekanntem Anfangswert c.

Bestimme die Halbwertszeit.

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Den Wachstumsfaktor a kann direkt aus dem Funktionterm f(t)= c · 0.924 t ablesen: a=0.924.

Mit der Formel für die Halbwertszeit gilt: TH = loga( 1 2 ).

Also TH = log0.924( 1 2 ) ≈ 8.77 (Zeiteinheiten)

Halbwerts-/Verdoppl.-Zeit (Anwendung)

Beispiel:

In einem Land hat man festgestellt, dass die Anzahl einer bestimmten Insektenart jedes Jahr um 12% abnimmt. Wann hat sich die Anzahl dieser Insektenart halbiert?

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Die prozentuale Abnahme um 12% bedeutet ja, dass mit jedem Zeitschritt vom alten Bestand noch 12% weggehen,
also Bneu = B - 12 100 ⋅B = (1 - 12 100 ) ⋅ B = 0,88 ⋅ B.

Somit gilt für den Wachstumsfaktor a (in f(t)= c · a t ): a=0,88.

Mit der Formel für die Halbwertszeit gilt: TH = loga( 1 2 ).

Also TH = log0.88( 1 2 ) ≈ 5.42 Jahre

Exponentialterm mit Halbwertszeit best.

Beispiel:

In einem Land halbiert sich die Anzahl einer bestimmten Insektenart alle 6,6 Jahre. Zu Beginn der Beobachtung wurden 12 Millionen dieser Insekten geschätzt.
Bestimme den Funktionsterm der Exponentialfunktion, die die Anzahl in Milionen der Insekten in Millionen nach t Jahren angibt.

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Von der allgemeinen Exponentialfunktion f(t)= c · a t können wir den Anfangswert c = 12 direkt der Aufgabe entnehmen.

Um nun noch den Wachstumsfaktor a zu bestimmen, nutzen wir die Formel für die Halbwertszeit: TH = loga( 1 2 ).

Also 6.6 = loga( 1 2 ). Nach der Definition des Logarithmuis ist dies gleichbedeutend mit

a 6.6 = 1 2 | 6.6
a1 = - ( 1 2 ) 1 6.6 -0,9
a2 = ( 1 2 ) 1 6.6 0,9

Das gesuchte a ist somit 0,9 ≈ 0.9, der gesuchte Funktionsterm f(t)= 12 0.9 t