Aufgabenbeispiele von allgemein
Durch Aktualisieren des Browsers (z.B. mit Taste F5) kann man neue Beispielaufgaben sehen
Term mit Eigenschaften finden
Beispiel:
Bestimme den Term einer Funktion, für dessen Graph folgende Bedingungen erfüllt sein müssen:
- gemeinsamer Punkt mit der x-Achse: N(1|0)
- Verhalten für x → -∞: f(x) → -∞
- Verhalten für x → ∞: f(x) → 0
Als erstes stellen wir einen Term auf, der die geforderten Nullstellen besitzt. Dazu bekommt jede Nullstelle ihren Linearfaktor, also .
Jetzt betrachten wir das Verhalten für x → ± ∞ :
Das Verhalten, dass für x → +∞ : f(x) → 0 strebt und gleichzeitig für x → -∞ : f(x) → ± ∞ strebt, kennen wir doch von e-x.
Also multiplizieren wir einfach mal ein e-x zu unserem bisherigen Term dazu:
. Jetzt strebt auch tatsächlich für x → -∞ : f(x) gegen -∞, so dass wir einen gesuchten Term gefunden haben:
Dieser funktionierende Term ist im roten Graphen eingezeichnet
Eigenschaften von e-Funktionen
Beispiel:
Welche Eigenschaften hat die Funktion f mit f(x)= .
Als erstes erinnern wir uns die natürliche Exponentialfunktion f0(x)= (im Schaubild in schwarzer Farbe eingezeichnet).
Da bei zu jedem Funktionswert von noch -2 addiert wird, hat der Graph von die gleiche Form wie der der natürlichen Exponentialfunktion, nur eben um 2 nach unten verschoben. Daraus ergeben sich folgende Aussagen:
- Da der Graph nach unten verschoben wurde, schneidet er nun die x-Achse.
- Die Funktionswerte werden (von links nach rechts) immer größer. Die Funktion ist also streng monoton steigend.
- Wie strebt auch für x → ∞ gegen ∞ .
- Für x → -∞ strebt
gegen 0
- 2 , also gegen -2.
Nullstellen und Faktorisieren
Beispiel:
Bestimme alle Nullstellen der Funktion f mit und gib f in Linearfaktordarstellung an.
Nullstellen sind die x-Werte, an denen der Funktionswert 0 beträgt, es muss also gelten:
f(x)=0
| = | |||
| = |
Ein Produkt ist genau dann =0, wenn mindestens einer der beiden Faktoren =0 ist.
1. Fall:
| = | | | ||
| x1 | = |
2. Fall:
|
|
= |
Diese Gleichung kann durch Substitution auf eine quadratische Gleichung zurückgeführt werden!
Setze u =
Draus ergibt sich die quadratische Gleichung:
eingesetzt in die Mitternachtsformel (a-b-c-Formel):
u1,2 =
u1,2 =
u1,2 =
u1 =
u2 =
Rücksubstitution:
u1:
|
|
= | |
|
|
| x2 | = |
|
=
|
| x3 | = |
|
=
|
u2:
|
|
= | |
|
Diese Gleichung hat keine (reele) Lösung!
L={
Eine Mehrfachheit der Nullstellen muss natürlich auch in der faktorisierten Darstellung berücksichtigt werden.
Auch der ausgeklammerte (oder wegdividierte) Faktor 2 darf natürlich nicht vergessen werden:
Wenn wir den substituierten Term
Somit gilt für die faktorisierte Darstellung:
Anwendungen
Beispiel:
Die Geschwindigkeit eines Fahrstuhls in einem Wolkenkratzer kann näherungsweise für t ≥ 0 durch die Funktion f mit
- Wie schnell (in m/s) ist der Fahrstuhl nach 2 Sekunden?
- Wann bremst der Fahrstuhl am stärksten ab?
- Wie viele Sekunden lang ist Geschwindigkeit des Fahrstuhl mindestens
m/s?231 80 - Wie viele Meter legt der Fahrstuhl zwischen Sekunde 0 und Sekunde 3 zurück?
- y-Wert bei t = 2
Gesucht ist der Funktionswert zur Zeit t=2. Wir berechnen also einfach f(2) =
=20 e - 0,5 ⋅ 2 - 20 e - 2 ≈ 4.720 e - 1 - 20 e - 2
- t-Wert bei der stärksten Abnahme
Gesucht ist der t-Wert des Tiefpunkt der Ableitung.
Dazu berechnen wir erstmal die Ableitungsfunktion f':
f'(t)=
20 e - 0,5 x · ( - 0,5 ) - 20 e - x · ( - 1 ) =
Wir berechnen also die Extremstellen von f':10 · e - x ( - e 0,5 x + 2 ) Detail-Rechnung für den Tiefpunkt der Ableitung (
|-1.25) einblenden2.7726 Randwertuntersuchung
Da ja ein maximaler Wert, also ein globales Maximum gesucht wird, müssen wir noch untersuchen, ob vielleicht an den Rändern noch höhere Werte als beim lokalen Maximum auftreten.
Dazu setzen wir am linken Rand einfach die linke Grenze des Definitionsbereichs in die Funktion ein: f'(0) =
=10 · e - 0 · ( - e 0,5 ⋅ 0 + 2 ) . Am rechten Rand müssen wir das Verhalten für t → ∞ betrachten: Für t → ∞ ⇒ f'(t) →10 e 0 ≈ NAN.nan Weil die Werte an den Rändern kleiner als am Hochpunkt sind, ist das lokale Maximum also ein globales Maximum von f'.
Bei t =
ist also der kleinste Wert der Ableitungsfunktion.2.7726 - Abstand der beiden Schnittstellen mit
231 80 Gesucht sind die Zeitpunkte, an denen die Funktion die Werte y=
annimmt.231 80 Dazu setzen wir die Funktion einfach =
und lösen nach t auf:231 80 20 e - 0,5 t - 20 e - t = 231 80 | - 231 80 20 e - 0,5 t - 20 e - t - 231 80 = 0 Diese Gleichung kann durch Substitution auf eine quadratische Gleichung zurückgeführt werden!
20 e - 0,5 t - 20 e - t - 231 80 = 0 |⋅ e x - 231 80 e t + 20 e 0,5 t - 20 = 0 Setze u =
e 0,5 x Draus ergibt sich die quadratische Gleichung:
- 231 80 u 2 + 20 u - 20 = 0 |⋅ 80 80 ( - 231 80 u 2 + 20 u - 20 ) = 0 = 0- 231 u 2 + 1 600 u - 1 600 eingesetzt in die Mitternachtsformel (a-b-c-Formel):
u1,2 =
- 1 600 - Zuwachs des Bestands zwischem 0 und 3
Gesucht ist ja der Zuwachs des Bestands zwischen t1=0 und t2=3 und weil ja f die Änderungsrate des Bestands angibt, kann dieser Zuwachs des Bestands mit dem Integral
berechnet werden.∫ 0 3 ( 20 e - 0,5 t - 20 e - t ) ⅆ t ∫ 0 3 ( 20 e - 0,5 t - 20 e - t ) ⅆ t =
[ - 40 e - 0,5 x + 20 e - x ] 0 3 = - 40 e - 0,5 ⋅ 3 + 20 e - 3 - ( - 40 e - 0,5 ⋅ 0 + 20 e - 0 ) =
- 40 e - 1,5 + 20 e - 3 - ( - 40 e 0 + 20 e 0 ) =
- 40 e - 1,5 + 20 e - 3 - ( - 40 + 20 ) =
- 40 e - 1,5 + 20 e - 3 - 1 · ( - 20 ) =
- 40 e - 1,5 + 20 e - 3 + 20
≈ 12,07112.07 m ist also der gesuchte Zuwachs des Bestands.
- Zuwachs des Bestands zwischem 0 und 3
