Aufgabenbeispiele von allgemein
Durch Aktualisieren des Browsers (z.B. mit Taste F5) kann man neue Beispielaufgaben sehen
Term mit Eigenschaften finden
Beispiel:
Bestimme den Term einer Funktion, für dessen Graph folgende Bedingungen erfüllt sein müssen:
- gemeinsame Punkte mit der x-Achse: N1(1|0) und N2(2|0)
- Schnittpunkt mit der y-Achse: Sy(0|-4)
Als erstes stellen wir einen Term auf, der die geforderten Nullstellen besitzt. Dazu bekommt jede Nullstelle ihren Linearfaktor, also .
Um den y-Achsenabschnitt Sy(0|-4) zu überprüfen, setzen wir jetzt einfach x=0 in unseren bisherigen Term ein:
f(0) = =
Wir müssen somit unseren Term noch mit dem Koeffizienten multiplizieren, damit wir den gegebenen y-Achsenabschnit erhalten:
f(0) = =
Da also auch der y-Achsenabschnit passt, haben wir nun einen fertigen Funktionsterm .
Dieser funktionierende Term ist im roten Graphen eingezeichnet
Eigenschaften von e-Funktionen
Beispiel:
Welche Eigenschaften hat die Funktion f mit f(x)= .
Als erstes erinnern wir uns die natürliche Exponentialfunktion f0(x)= (im Schaubild in schwarzer Farbe eingezeichnet).
Da bei zu jedem Funktionswert von noch 3 addiert wird, hat der Graph von die gleiche Form wie der der natürlichen Exponentialfunktion, nur eben um 3 nach oben verschoben. Daraus ergeben sich folgende Aussagen:
- Alle Funktionswerte bleiben so >0, also verläuft der Graph komplett über der x-Achse.
- Die Funktionswerte werden (von links nach rechts) immer größer. Die Funktion ist also streng monoton steigend.
- Wie strebt auch für x → ∞ gegen ∞ .
- Für x → -∞ strebt
gegen 0
+ 3 , also gegen 3.
Nullstellen und Faktorisieren
Beispiel:
Bestimme alle Nullstellen der Funktion f mit und gib f in Linearfaktordarstellung an.
Nullstellen sind die x-Werte, an denen der Funktionswert 0 beträgt, es muss also gelten:
f(x)=0
| = | |||
| = |
Ein Produkt ist genau dann =0, wenn mindestens einer der beiden Faktoren =0 ist.
1. Fall:
| = | | | ||
| x1 | = |
2. Fall:
|
|
= |
Diese Gleichung kann durch Substitution auf eine quadratische Gleichung zurückgeführt werden!
Setze u =
Draus ergibt sich die quadratische Gleichung:
eingesetzt in die Mitternachtsformel (a-b-c-Formel):
u1,2 =
u1,2 =
u1,2 =
u1 =
u2 =
Rücksubstitution:
u1:
|
|
= | |
|
|
| x2 | = |
|
=
|
| x3 | = |
|
=
|
u2:
|
|
= | |
|
Diese Gleichung hat keine (reele) Lösung!
L={
Eine Mehrfachheit der Nullstellen muss natürlich auch in der faktorisierten Darstellung berücksichtigt werden.
Wenn wir den substituierten Term
Somit gilt für die faktorisierte Darstellung:
Anwendungen
Beispiel:
Eine neue trendy App wird veröffentlicht. Dabei kann die tägliche Downloadzahl (in K) näherungsweise für 0 ≤ t ≤ 10 durch die Funktion f mit
- Bestimme die minimale tägliche Downloadzahl.
- Wann erreicht die Downloadzahl erstmals
(Tausend)?64 25 - Wie viele Tausend Downloads werden zwischen Tag 0 und Tag 3 insgesamt heruntergeladen?
- y-Wert des Minimums (TP)
Gesucht ist der y-Wert des Tiefpunkt. Wir berechnen also die Extremstellen von f:
Detail-Rechnung für den Tiefpunkt (
|1.75) einblenden5 Randwertuntersuchung
Da ja ein maximaler Wert, also ein globales Maximum gesucht wird, müssen wir noch untersuchen, ob vielleicht an den Rändern noch höhere Werte als beim lokalen Maximum auftreten.
Dazu setzen wir am linken Rand einfach die linke Grenze des Definitionsbereichs in die Funktion ein: f(0) =
=1 100 ⋅ 0 4 - 1 2 ⋅ 0 2 + 8 . Am rechten Rand setzen wir die rechte Grenze des Definitionsbereichs ein: f(10) =8 =1 100 ⋅ 10 4 - 1 2 ⋅ 10 2 + 8 .58 Weil der Funktionswert am linken Rand größer als am Hochpunkt ist, ist das (globale) Maximum bei 0 mit f(0) =
.8 1.75 ist also der kleinste Wert der Funktion.
- Erster t-Wert bei y =
64 25 Gesucht sind die Zeitpunkte, an denen die Funktion die Werte y=
annimmt.64 25 Dazu setzen wir die Funktion einfach =
und lösen nach t auf:64 25 1 100 t 4 - 1 2 t 2 + 8 = 64 25 | - 64 25 1 100 t 4 - 1 2 t 2 + 136 25 = 0 Diese Gleichung kann durch Substitution auf eine quadratische Gleichung zurückgeführt werden!
Setze u =
t 2 Draus ergibt sich die quadratische Gleichung:
1 100 u 2 - 1 2 u + 136 25 = 0 |⋅ 100 100 ( 1 100 u 2 - 1 2 u + 136 25 ) = 0 = 0u 2 - 50 u + 544 eingesetzt in die Mitternachtsformel (a-b-c-Formel):
u1,2 =
+ 50 - Zuwachs des Bestands zwischem 0 und 3
Gesucht ist ja der Zuwachs des Bestands zwischen t1=0 und t2=3 und weil ja f die Änderungsrate des Bestands angibt, kann dieser Zuwachs des Bestands mit dem Integral
berechnet werden.∫ 0 3 ( 1 100 t 4 - 1 2 t 2 + 8 ) ⅆ t ∫ 0 3 ( 1 100 t 4 - 1 2 t 2 + 8 ) ⅆ t =
[ 1 500 x 5 - 1 6 x 3 + 8 x ] 0 3 = 1 500 ⋅ 3 5 - 1 6 ⋅ 3 3 + 8 ⋅ 3 - ( 1 500 ⋅ 0 5 - 1 6 ⋅ 0 3 + 8 ⋅ 0 ) =
1 500 ⋅ 243 - 1 6 ⋅ 27 + 24 - ( 1 500 ⋅ 0 - 1 6 ⋅ 0 + 0 ) =
243 500 - 9 2 + 24 - ( 0 + 0 + 0 ) =
243 500 - 2250 500 + 12000 500 + 0 =
9993 500
= 19,98619.99 Tausend Downloads ist also der gesuchte Zuwachs des Bestands.
- Zuwachs des Bestands zwischem 0 und 3
