Aufgabenbeispiele von allgemein

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Term mit Eigenschaften finden

Beispiel:

Bestimme den Term einer Funktion, für dessen Graph folgende Bedingungen erfüllt sein müssen:

  • gemeinsamer Punkt mit der x-Achse: N(1|0)
  • einen Punkt mit waagrechter Tangente bei x = 3
  • Schnittpunkt mit der y-Achse: Sy(0|-9)

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Als erstes stellen wir einen Term auf, der die geforderten Nullstellen besitzt. Dazu bekommt jede Nullstelle ihren Linearfaktor, also f(x)= x -1 .

Der Punkt mit waagrechter Tangente bei x = 3 erhalten wir am einfachsten mit einer doppelten Nullstelle, weil eine doppelte Nullstelle ja immer nur die x-Achse berührt, ohne sie zu überschreiten. Dadurch liegt an einer doppelten Nullstelle stets ein Extrempunkt, also ein Punkt mit waagrechter Tangente vor.

Als neuen Term erhalten wir somit f(x)= ( x -1 ) · ( x -3 ) 2

Um den y-Achsenabschnitt Sy(0|-9) zu überprüfen, setzen wir jetzt einfach x=0 in unseren bisherigen Term ein:

f(0) = ( 0 -1 ) · ( 0 -3 ) 2 = -9

Da also auch der y-Achsenabschnit passt, haben wir nun einen fertigen Funktionsterm f(x)= ( x -1 ) ( x -3 ) 2 .

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Dieser funktionierende Term ist im roten Graphen eingezeichnet

Eigenschaften von e-Funktionen

Beispiel:

Welche Eigenschaften hat die Funktion f mit f(x)= e x -2 .

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Als erstes erinnern wir uns die natürliche Exponentialfunktion f0(x)= e x (im Schaubild in schwarzer Farbe eingezeichnet).

Da bei e x -2 einfach das x von e x durch ein 'x-2' ersetzt wurde, wird der Graph der natürlichen Exponentialfunktion einfach um 2 in x-Richtung verschoben . Daraus ergeben sich folgende Aussagen:

  • Alle Funktionswerte bleiben so >0, also verläuft der Graph komplett über der x-Achse.
  • Die Funktionswerte werden (von links nach rechts) immer größer . Die Funktion ist also streng monoton steigend.
  • Wie e x strebt auch e x -2 für x → ∞ gegen ∞ .
  • Wie e x strebt auch e x -2 für x → -∞ gegen 0 .

Nullstellen und Faktorisieren

Beispiel:

Bestimme alle Nullstellen der Funktion f mit f(x)= x 5 - x 4 -6 x 3 und gib f in Linearfaktordarstellung an.


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Nullstellen sind die x-Werte, an denen der Funktionswert 0 beträgt, es muss also gelten:

f(x)=0

x 5 - x 4 -6 x 3 = 0
x 3 ( x 2 - x -6 ) = 0

Ein Produkt ist genau dann =0, wenn mindestens einer der beiden Faktoren =0 ist.

1. Fall:

x 3 = 0 | 3
x1 = 0

2. Fall:

x 2 - x -6 = 0

eingesetzt in die Mitternachtsformel (a-b-c-Formel):

x2,3 = +1 ± ( -1 ) 2 -4 · 1 · ( -6 ) 21

x2,3 = +1 ± 1 +24 2

x2,3 = +1 ± 25 2

x2 = 1 + 25 2 = 1 +5 2 = 6 2 = 3

x3 = 1 - 25 2 = 1 -5 2 = -4 2 = -2

L={ -2 ; 0; 3 }

0 ist 3-fache Lösung!

Eine Mehrfachheit der Nullstellen muss natürlich auch in der faktorisierten Darstellung berücksichtigt werden.

Somit gilt für die faktorisierte Darstellung:

f(x)= x 3 · ( x -3 ) · ( x +2 ) = x 5 - x 4 -6 x 3

Anwendungen

Beispiel:

In einen Wassertank kann Wasser rein- und rausfließen. Die Änderungsrate des Wasservolumens im Tank kann an einem bestimmten Tag näherungsweise durch die Funktion f mit f(t)= 10 e -0,9t -10 e -1,8t beschrieben werden ( t ≥ 0 in min nach Beobachtungsbeginn, f(t) in m³/min). Zu Beginn sind 30 m³ Wasser im Tank.

  1. Bei welchem Wert pendelt sich Änderungsrate des Wasservolumens auf lange Sicht ein?
  2. Wie lange liegt die Änderungsrate des Wasservolumens bei mindestens 9 10 m³/min?
  3. Um wieviel m³ Wasser ändert sich das Wasservolumen zwischen Minute 0 und Minute 3?

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  1. Verhalten für t gegen unendlich

    Gesucht ist das Verhalten der Funktionswerte bei sehr großen t-Werten, also das Verhalten von f für t → ∞.

    Für t → ∞ ⇒ f(t)= 10 e -0,9t -10 e -1,8t 0+0

    Das langfristige Verhalten der Funktionswerte geht also gegen 0.

  2. Abstand der beiden Schnittstellen mit 9 10

    Gesucht sind die Zeitpunkte, an denen die Funktion die Werte y= 9 10 annimmt.

    Dazu setzen wir die Funktion einfach = 9 10 und lösen nach t auf:

    10 e -0,9t -10 e -1,8t = 9 10 | - 9 10
    10 e -0,9t -10 e -1,8t - 9 10 = 0

    Diese Gleichung kann durch Substitution auf eine quadratische Gleichung zurückgeführt werden!

    10 e -0,9t -10 e -1,8t - 9 10 = 0 |⋅ e 1,8x
    - 9 10 e 1,8t +10 e 0,9t -10 = 0

    Setze u = e 0,9x

    Draus ergibt sich die quadratische Gleichung:

    - 9 10 u 2 +10u -10 = 0 |⋅ 10
    10( - 9 10 u 2 +10u -10 ) = 0

    -9 u 2 +100u -100 = 0

    eingesetzt in die Mitternachtsformel (a-b-c-Formel):

    u1,2 = -100

  3. Zuwachs des Bestands zwischem 0 und 3

    Gesucht ist ja der Zuwachs des Bestands zwischen t1=0 und t2=3 und weil ja f die Änderungsrate des Bestands angibt, kann dieser Zuwachs des Bestands mit dem Integral 0 3 ( 10 e -0,9t -10 e -1,8t ) t berechnet werden.

    0 3 ( 10 e -0,9t -10 e -1,8t ) t

    = [ - 100 9 e -0,9x + 50 9 e -1,8x ] 0 3

    = - 100 9 e -0,93 + 50 9 e -1,83 - ( - 100 9 e -0,90 + 50 9 e -1,80 )

    = - 100 9 e -2,7 + 50 9 e -5,4 - ( - 100 9 e 0 + 50 9 e 0 )

    = - 100 9 e -2,7 + 50 9 e -5,4 - ( - 100 9 + 50 9 )

    = - 100 9 e -2,7 + 50 9 e -5,4 -1 · ( - 50 9 )

    = - 100 9 e -2,7 + 50 9 e -5,4 + 50 9


    ≈ 4,834

    4.83 m³ ist also der gesuchte Zuwachs des Bestands.