Aufgabenbeispiele von allgemein

Durch Aktualisieren des Browsers (z.B. mit Taste F5) kann man neue Beispielaufgaben sehen


Term mit Eigenschaften finden

Beispiel:

Bestimme den Term einer Funktion, für dessen Graph folgende Bedingungen erfüllt sein müssen:

  • gemeinsame Punkte mit der x-Achse: N1(-1|0) und N2(-3|0)
  • Schnittpunkt mit der y-Achse: Sy(0|3)

Lösung einblenden

Als erstes stellen wir einen Term auf, der die geforderten Nullstellen besitzt. Dazu bekommt jede Nullstelle ihren Linearfaktor, also f(x)= ( x +1 ) · ( x +3 ) .

Um den y-Achsenabschnitt Sy(0|3) zu überprüfen, setzen wir jetzt einfach x=0 in unseren bisherigen Term ein:

f(0) = ( 0 +1 ) · ( 0 +3 ) = 3

Da also auch der y-Achsenabschnit passt, haben wir nun einen fertigen Funktionsterm f(x)= ( x +1 ) ( x +3 ) .

Du hast entweder einen veralteten Browser oder Javascript ausgeschaltet. Deswegen kannst du leider das Schaubild nicht sehen :(

Dieser funktionierende Term ist im roten Graphen eingezeichnet

Eigenschaften von e-Funktionen

Beispiel:

Welche Eigenschaften hat die Funktion f mit f(x)= e x +3 .

Lösung einblenden
Du hast entweder einen veralteten Browser oder Javascript ausgeschaltet. Deswegen kannst du leider das Schaubild nicht sehen :(

Als erstes erinnern wir uns die natürliche Exponentialfunktion f0(x)= e x (im Schaubild in schwarzer Farbe eingezeichnet).

Da bei e x +3 zu jedem Funktionswert von e x noch 3 addiert wird, hat der Graph von e x +3 die gleiche Form wie der der natürlichen Exponentialfunktion, nur eben um 3 nach oben verschoben. Daraus ergeben sich folgende Aussagen:

  • Alle Funktionswerte bleiben so >0, also verläuft der Graph komplett über der x-Achse.
  • Die Funktionswerte werden (von links nach rechts) immer größer. Die Funktion ist also streng monoton steigend.
  • Wie e x strebt auch e x +3 für x → ∞ gegen ∞ .
  • Für x → -∞ strebt e x +3 gegen 0 +3, also gegen 3.

Nullstellen und Faktorisieren

Beispiel:

Bestimme alle Nullstellen der Funktion f mit f(x)= x 5 -2 x 3 -63x und gib f in Linearfaktordarstellung an.


Lösung einblenden

Nullstellen sind die x-Werte, an denen der Funktionswert 0 beträgt, es muss also gelten:

f(x)=0

x 5 -2 x 3 -63x = 0
x ( x 4 -2 x 2 -63 ) = 0

Ein Produkt ist genau dann =0, wenn mindestens einer der beiden Faktoren =0 ist.

1. Fall:

x1 = 0

2. Fall:

x 4 -2 x 2 -63 = 0

Diese Gleichung kann durch Substitution auf eine quadratische Gleichung zurückgeführt werden!

Setze u = x 2

Draus ergibt sich die quadratische Gleichung:

u 2 -2u -63 = 0

eingesetzt in die Mitternachtsformel (a-b-c-Formel):

u1,2 = +2 ± ( -2 ) 2 -4 · 1 · ( -63 ) 21

u1,2 = +2 ± 4 +252 2

u1,2 = +2 ± 256 2

u1 = 2 + 256 2 = 2 +16 2 = 18 2 = 9

u2 = 2 - 256 2 = 2 -16 2 = -14 2 = -7

Rücksubstitution:

u1: x 2 = 9

x 2 = 9 | 2
x2 = - 9 = -3
x3 = 9 = 3

u2: x 2 = -7

x 2 = -7 | 2

Diese Gleichung hat keine (reele) Lösung!

L={ -3 ; 0; 3 }

Eine Mehrfachheit der Nullstellen muss natürlich auch in der faktorisierten Darstellung berücksichtigt werden.

Wenn wir den substituierten Term u 2 -2u -63 anschauen, können wir ja auch den erst mal noch faktorisieren:

x 4 -2 x 2 -63 =nach Substitution u 2 -2u -63 = ( u -9 ) · ( u +7 ) =nach Re-Substitution ( -9 ) · ( +7 )

Somit gilt für die faktorisierte Darstellung:

f(x)= x · ( x +3 ) · ( x -3 ) · ( x 2 +7 ) = x 5 -2 x 3 -63x

Anwendungen

Beispiel:

In einen Wassertank kann Wasser rein- und rausfließen. Die Änderungsrate des Wasservolumens im Tank kann an einem bestimmten Tag näherungsweise durch die Funktion f mit f(t)= 1 2 t 2 -4t +11 beschrieben werden ( 0 ≤ t ≤ 8 in min nach Beobachtungsbeginn, f(t) in m³/min). Zu Beginn sind 50 m³ Wasser im Tank.

  1. Wie hoch ist die Änderungsrate des Wasservolumens 3 Minuten nach Beobachtungsbeginn.
  2. Nach wie vielen Sekunden erreicht die Änderungsrate des Wasservolumens erstmals 15 2 m³/min?
  3. Um wieviel m³ Wasser ändert sich das Wasservolumen zwischen Minute 0 und Minute 3?

Lösung einblenden
Du hast entweder einen veralteten Browser oder Javascript ausgeschaltet. Deswegen kannst du leider das Schaubild nicht sehen :(
  1. y-Wert bei t = 3

    Gesucht ist der Funktionswert zur Zeit t=3. Wir berechnen also einfach f(3) = 1 2 3 2 -43 +11 = 7 2 ≈ 3.5


  2. Erster t-Wert bei y = 15 2

    Gesucht sind die Zeitpunkte, an denen die Funktion die Werte y= 15 2 annimmt.

    Dazu setzen wir die Funktion einfach = 15 2 und lösen nach t auf:

    1 2 t 2 -4t +11 = 15 2 |⋅ 2
    2( 1 2 t 2 -4t +11 ) = 15
    t 2 -8t +22 = 15 | -15

    t 2 -8t +7 = 0

    eingesetzt in die Mitternachtsformel (a-b-c-Formel):

    t1,2 = +8

  3. Zuwachs des Bestands zwischem 0 und 3

    Gesucht ist ja der Zuwachs des Bestands zwischen t1=0 und t2=3 und weil ja f die Änderungsrate des Bestands angibt, kann dieser Zuwachs des Bestands mit dem Integral 0 3 ( 1 2 t 2 -4t +11 ) t berechnet werden.

    0 3 ( 1 2 t 2 -4t +11 ) t

    = [ 1 6 x 3 -2 x 2 +11x ] 0 3

    = 1 6 3 3 -2 3 2 +113 - ( 1 6 0 3 -2 0 2 +110 )

    = 1 6 27 -29 +33 - ( 1 6 0 -20 +0)

    = 9 2 -18 +33 - (0+0+0)

    = 4,5 -18 +33 +0

    = 19,5


    = 19,5

    19.5 m³ ist also der gesuchte Zuwachs des Bestands.